Der Normale stirbt auf dem Schlachtfeld –
die anderen vorher oder danach.
10. Juli 2025 / mmb


Jeder Versuch, das „Normale“ zu definieren, führt uns zu einer Reflexion über das „Andere“ – und umgekehrt. Es gibt keine „Norm“ ohne „Abweichung“, und keine „Abweichung“ ohne ein dahinter liegendes (und letztlich willkürliches) Bild des Normalen.

Psychisch Krisenerfahrene sind in ihrer Lebensrealität oft besonders sensibel für diese Spiegelungen:

Wir spüren, wie dünn die Grenze zwischen „gesund“ und „krank“ ist.

Wir erleben, dass Diagnosen nicht unsere Person beschreiben, sondern eine Zuschreibung darstellen.

Viele von uns beanspruchen zurecht: „Ich bin nicht das Andere – auch ich bin normal, nur auf meine Weise.“


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