Frech und ungeschönt
Wissenschaftliche Studien legen dar, dass immer mehr junge Menschen «psychisch krank» oder mit «psychischen Problemen» therapiert, also «geheilt» werden müssen.
Ich, Betroffener 65+, stelle mir die Fragen, ob allenfalls nicht die Menschen krank sind, sondern das System, in dem diese leben müssen? Müssten nicht eher die Leader, Verantwortlichen und Eliten dieses System therapiert werden? Ist nicht prioritär die Ursache des Krankmachenden zu beheben, statt mit Heilung gesund werden zu müssen?
Die vorherrschende, wirtschaftlich begründete, Maxime, dass durch „Heilung der Mensch gesund ist“ untergräbt bewusst die Gesetzmässigkeit von Ursache und Wirkung, und überträgt dadurch die Verantwortung des „Krankseins“ dem „kranken“ Menschen – das Opfer wird zum Täter gemacht.
Eine unüberblickbare Armada von Coachings, Therapien, Resilienzförderprogrammen und weiteren Life-Style Angeboten buhlen um Marktanteilen, um die Menschen zu „heilen“ und zu „stärken“. Gleichzeitig nehmen psychische Erkrankungen, Störungen und Problem stetig zu. Ist da nicht die Frage zulässig, ja geradezu notwendig: WARUM?
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